Eigentlich gibt es keinen Grund für Kärnten bei den Arbeitslosenzahlen zu jubeln, nur weil die Wahlen bevorstehen.

Diese Bezirke liegen auch über dem Kärnten-Schnitt in Höhe von 10,2 % - ebenfalls die zweithöchste Rate und allen Bundesländern.

Leider ist es nach wie vor nicht gelungen eine wirtschaftliche Dynamik zu schaffen, die einen regionalen wirtschaftlichen Aufschwung ermöglicht. Selbst die Ansätze mit dem Lakeside-Park in Klagenfurt und dem Technologiepark in Villach und den vielen Fördermillionen, die dort eingesetzt wurden, zeigen in der Statistik leider noch keine positiven Aspekte. So ist die Arbeitslosigkeit in Villach mit 11,1 % beinahe ebenso hoch, wie in Spittal an der Drau.

Anstatt über marginale Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit zu jubeln, wäre in Kärnten tatsächlich Ärmel hochkrempeln gefragt. Wo sind die Betriebsansiedlungen, auch von kleineren Unternehmen in den Regionen? Wo sind die Start-up-Netzwerke, die es in Zukunft braucht? Wo ist die flächendeckende Digitalisierung des Landes als Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Infrastruktur?

Diese und viele mehr Fragen wird sich die sog. "Zukunftskoalition" in Kärnten wohl stellen lassen, denn man hat wahrlich den Eindruck, dass man Gefahr läuft, die Zukunft zu verschlafen.

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