Einsicht wegen Tempo 100 von Landesrat Rolf Holub gefordert

Klagenfurt (12.09.2017) - Wie es aussieht, muss Landesrat Rolf Holub seinen Antrag, nach einer Resolution in der heutigen Landesregierungssitzung, gegen Tempo 100 auf der A2 Südautobahn zwischen Klagenfurt und Villach, beim Bundesminister zurückziehen. Diese wurde von allen Regierungsmitgliedern außer Grünen-Landesrat Rolf Holub (6:1 Stimmen) angenommen.

„Wenn man es nicht einmal schafft seine eigenen Koalitionspartner von seiner Idee zu überzeugen, sollte man diese besser nochmal überdenken.“, erklärt Obfrau von F.A.I.R. in Kärnten Marion Mitsche. Eine von Rolf Holub in Auftrag gegebene Studie und die davon abgeleiteten Argumente sind zu wenig für die Koalitionspartner um die Temporeduktion zu unterstützen. „Soweit bekannt, gibt es nicht einmal bei den Grünen einen Beschluss im Landesvorstand, der dieses Vorgehen von Holub als Grüne Position ausweist“ weiß Marion Mitsche zu berichten.

„So ein Ergebnis in einer Sitzung der Landesregierung kommt dann vor, wenn man vergisst den Koalitionspartner mit einzubeziehen und einen Alleingang versucht“ beschreibt Thomas Winter-Holzinger, Klubobmann von F.A.I.R. in Klagenfurt das Geschehene. „Mir ist auch nicht bekannt, dass Rolf Holub seine Idee mit der Stadt Klagenfurt zuvor besprochen hätte obwohl auch viele PendlerInnen sowie KlagenfurterInnen direkt davon betroffen wären.“, stellt Winter-Holzinger fest.

„Wenn Rolf Holub den Antrag nicht zurück zieht, reden wir dann von Koalitionsbruch?“, fragt sich Mitsche und fordert Rolf Holub auf endlich an die Bevölkerung zu denken und nicht nur Schlagzeilen für den Wahlkampf zu produzieren.