F.A.I.R. fordert Kärntner Behörden und Jägerschaft auf, endlich Konsequenzen einzuleiten.

Nach den beiden Treibjagden im Revier Bärnbad der Bundesforste im Bezirk Spittal sind nun die Behörden sowie die Kärntner Jägerschaft gefordert den Treiben endlich ein Ende zu bereiten und Konsequenzen einzuleiten. Die Hunde jagten die Tiere, die bei der Schneelage anscheinend kaum eine Chance gegen sie hatten. Muttertiere wurden erlegt, so dass man später auch die verwaisten Kälber erlegen musste.


„Bei dieser Drückjagd wurde der Tierschutz und die Waidgerechtigkeit mit Füßen getreten, die Tiere wurden gehetzt und unter Angst und Panik abgeschossen.“, empört sich F.A.I.R. Obfrau Marion Mitsche.
„Die Wortmeldungen eines Jägers der einen abgeschossenen Hirsch als „Grausliger“ titulierte zeigt, dass die hochgehaltene Waidgerechtigkeit anscheinend nicht bei allen Jägern den höchsten Stellenwert einnimmt.“, so Marion Mitsche weiter.

Nicht nur im Revier Bärnbad finden solche Jagden statt sondern sie gehören zu den Jahresereignissen in jedem Jagdrevier. Immer wieder laufen diese auch aus dem Ruder und es kommt zu nicht waidgerechten Abschüssen. Es sind meistens einzelne Personen, einzelne Jagden mit oft auch wirtschaftlichen Hintergründen, bei Einladungen in die Eigenjagd, wo der Abschuss im Vordergrund steht und nicht die Waidgerechtigkeit und Schutz der Wildtiere.

So etwas darf nicht wieder passieren. Viele JägerInnen verurteilen solch ein Vorgehen bei einer Jagd. Es ist beschämend, dass die Kärntner Jägerschaft nicht schon längst tätig geworden ist und laut Medienmeldungen erst auf eine Anzeige wartet. „So kann das Image der Jäger, die Großteils ferme Jäger sind, nicht wieder hergestellt werden.“, so Mitsche abschließend welche die Behörden und die Kärntner Jägerschaft aufgefordert die Ereignisse vom Revier Bärnbad ungeschönt aufzuklären und Konsequenzen zu ziehen.