Glyphosat-Verbot: Stadt Klagenfurt sendet wichtiges Signal in den EU-Unterausschuss.

Vor einem Jahr wurde in der Stadt Klagenfurt beschlossen, auf das wahrscheinlich krebserregende Pflanzengift Glyphosat zu verzichten. Heute entscheiden die österreichischen Parteien im EU-Unterausschuss, ob sich Österreich auf EU-Ebene für ein -Verbot des Totalherbizids einsetzen wird. Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace gibt es immer mehr Gemeinden, die freiwillig auf den Einsatz des Pflanzengifts, im eigenen Wirkungsbereich, verzichten. Unter den aktuell 472 Gemeinden befindet sich auch die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, wie man beim gestrigen Greenpeace-Protest mit Schildermeer gegen Glyphosat, vor den Räumlichkeiten des derzeitigen Parlaments, gut erkennen konnte.

„Es war wichtig, dass letztes Jahr im Sommer, alle Fraktionen der Stadt Klagenfurt überzeugt werden konnten, dass das Risiko beim Einsatz von Glyphosat für Mensch, Tier und Umwelt einfach zu groß ist“, berichtet F.A.I.R Klubobmann Thomas Winter-Holzinger

„Klagenfurt sendet damit auch ein wichtiges Signal in den heute stattfindenden EU-Unterausschuss. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich auch die Bundespolitik klar gegen das Totalherbizid ausspricht.“, so Winter-Holzinger. „Als meistverkauftes Unkrautvernichtungsmittel steht Glyphosat außerdem im Verdacht, zum Massensterben der Bienen beizutragen.“

„Ich würde mich freuen, wenn bei der EU Entscheidung Anfang November ein europäisches Bündnis gegen eine EU-weite Neuzulassung von Glyphosat zustande kommen würde. Dies würde dann auch alle landwirtschaftlichen Flächen in Österreich Glyphosat-frei machen“, so Winter-Holzinger abschließend.


GP Schildermeer.jpg

Foto: Greenpeace/ FLESh 

Greenpeace Fact Sheet zu Glyphosat: https://goo.gl/Xkg6A8