Im Gebälk des Gesundheitssystems kracht es ganz ordentlich, wenn es nicht mehr gelingt eine Kassenstelle in einer Bezirkshauptstadt zu besetzen!

Die Misere rund um die Frauenarztstelle in St. Veit ist zumindest vorübergehend gelöst, aber was, wenn kein Krankenhaus einspringen kann, am Land etwa? Wenn es keine Ambulanz gibt, die hier einspringen kann? Außerdem sind Ambulanzen auch für die Kassen nicht unbedingt die billigste Lösung

In der Zwischenzeit wurden die Arbeitsbedingungen in den Krankenanstalten ganz klar verbessert, auch die Bezahlung übrigens, im niedergelassenen Bereich konnte bisher keine Verbesserung erzielt werden. Das Ergebnis sieht man hier: Es gibt einfach zu wenige ÄrztInnen, die sich selbständig machen wollen, zumindest solche, die einen Kassenvertrag dafür anstreben. Damit leidet die Patientenversorgung ganz deutlich. Das Ergebnis: lange Wartezeiten auf Untersuchungen und Arzttermine, lange Wartezeiten in der Ordination und Zuzahlungen bei Behandlungen und Medikamenten, weil diese von den Kassen einfach nicht mehr bezahlt werden.

Leider werden Reformen im Gesundheitswesen wohl eine längerfristige Angelegenheit, wenn überhaupt. Handelt es sich doch um ein Musterbeispiel an Groß-koalitionären Strukturen in rot und schwarz gehalten. Einfach nicht mehr zeitgemäß, aber eben schwer zu ändern, wie es scheint.

Bis dahin fordern wir ganz klar: Wenn kein kassenärztliches Angebot geboten werden kann, sollten die Kassen die Wahlarztkosten zur Gänze übernehmen. Freiwillig oder per Gesetz, denn die Beiträge müssen immer bezahlt werden, egal ob ein Ärzteangebot in Reichweite ist oder nicht!

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/stveit/aktuelles_stveit/5306632/St-Veit_Krankenhaus-St-Veit-ers...