In Deutschland sinken die Staatsschulden, während sie in Österreich munter steigen.

Die Schulden von heute, sind die Steuern von morgen.

Wobei die Steuerbelastung in Österreich ohnehin schon hoch und im EU-Schnitt signifikant über den Besten der Klasse. Im Jahr 2016 war Österreich mit einer Steuerquote von 43,8 % an 5. Stelle, was die Steuerquote betrifft. Nicht gerade ein Ruhmesblatt der vergangenen Regierungen, die es einfach nicht schaffen, das Dickicht von Ausgaben und Förderungen transparent zu gestalten und dem Wildwuchs des Föderalismus Einhalt zu gebieten.

Denn längst werden Verwaltungshandlungen über das Internet abgewickelt, die Akten elektronisch bearbeitet, sodass es eigentlich ein Mehr an Effizienz geben müsste. Allerdings sind die verkrusteten Strukturen in den Verwaltungsabläufen unangetastet geblieben, wohl damit immer noch eine Vielzahl an Beamten ihre Daseinsberechtigung haben.

Dies wird die wahre Nagelprobe für künftige Regierungen sein, inwieweit es ihnen gelingt die Verwaltung endlich zu modernisieren und an die Ansätze digitaler Unternehmen heranzuführen, ohne dass es gleich zu Massenprotesten unter den Beamten kommt. Ein schlankerer Staat mit modernen Strukturen und ohne Zwangsmitgliedschaften und parteiabhängigen Interessenvertretungen wäre die Grundvoraussetzung für all die Versprechen nach der Senkung der Steuerquote. Damit einher gehen sollte auch die Diskussion, welche Staatsschuld wir uns leisten können und der Jugend mit auf den Weg geben dürfen.

Auch hier wäre eine Diskussion mehr als dringend, denn auch die Zinsen für die Staatsschulden werden nicht ewig künstlich niedrig gehalten werden können.

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