Wahlzuckerl haben "kurze Beine"

Der Jobbonus, ursprünglich für 2 Jahre von rot-schwarz eingeführt, als hektische Maßnahme den Arbeitsmarkt endlich in Schwung zu bringen. Viel zu spät im Konjunkturzyklus, da sich der Aufschwung schon deutlich abzeichnete. Somit wirkt er nunmehr geradezu kontraproduktiv und fördert Mitnahmeeffekte von Unternehmen für neue Arbeitskräfte, die angesichts der boomenden Wirtschaft ohnehin benötigt würden.

Die Aktion 20.000 für ältere Arbeitslose, die wahrlich nicht mehr leicht im Arbeitsmarkt integriert werden können. Das Manko daran, dass die öffentliche Hand und gemeinnützige Organisationen nicht in der Lage waren diese Anzahl an Arbeitsplätzen überhaupt anzubieten. Also wäre eine Redimensionierung in eine Aktion 8.000, wie es sie über Jahre in der Vergangenheit bereits gegeben hatte, wohl sinnvoll gewesen.

Nun sollen Qualifizierungsmaßnahmen die Jobchancen verbessern, was bei Arbeitslosen über 50 grundsätzlich nicht mehr ganz leicht durchführbar sein werden. Es scheint so, dass die neue Regierung, neben den Asylwerbern und Asylberechtigen insbesondere die Arbeitslosen als Zielgruppe für Einsparungen entdeckt hat. Alibiqualifizierungen werden den älteren Langzeitarbeitslosen aber nicht helfen, möglicherweise den beauftragten Ausbildungsanbietern.

Jedenfalls scheint weit und breit kein wirksames Konzept in Sicht zu sein, auch wenn diese Wahlzuckerl gar nicht mehr süß schmecken!

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